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Stefans Kanusport 26. Mai 2017
Sonnenaufgang 05:07 Uhr
Sonnenuntergang 21:28 Uhr

Training mit Wellen

Der Schiffsverkehr auf Wasserstraßen wie dem Mittellandkanal (MLK) bedeutet nicht nur Abwechselung sondern auch Wellen und Wellen bieten Trainingsmöglichkeiten.

1. Hinweis

Der Mittellandkanal ist Bundeswasserstraße, auf einer Bundeswasserstraße gilt

Deshalb grundsätzlich am rechten Ufer paddeln (auf Büsche / Äste achten!) und im Zweifel (z.B. Begegnung zweier Binnenschiffe) rechts ran und aussteigen.
Ausnahme: Ein Motorboot will (von Euch aus gesehen) rechts anlegen, abbiegen oder wenden, dann kann es je nach Situation besser sein, ein Stück zurück zu paddeln oder links zu fahren. Wenn ein Binnenschiffer neben dem Führerhaus in seiner Fahrtrichtung rechts eine Tafel hochgeklappt hat, dann bedeutet dies, dass er (in seiner Fahrtrichtung) auf der linken Seite fährt / fahren will oder links anlegen will. Wenn solch ein Binnenschiffer Euch entgegenkommt, will er vermutlich genau dorthin, wo ihr gerade seit. Beobachtet daher immer (auch in der Gruppe), was vor und hinter Euch los ist.

2. Hinweis

Die Wellen, Verwirbelungen und Sog, die ein Motorboot erzeugt, sind sehr unterschiedlich. Faktoren sind neben der Geschwindigkeit auch die Form von Bug, Heck und der Schiffsschraube. Jedes Schiff ist anders und besonders was am Heck passiert kann überraschend sein. Auch sind die Wellen vom Ufer abhängig, beim Schrägufer (keine Spundwandüber dem Wasser) verlaufen die Wellen, bei Steilufer (Hochspundwand, Betonwand) werden die Wellen reflektiert (Kreuzwellen, Kabbelwasser).

Bei Begegnungen ist dies relativ harmlos, sofern Ihr nicht direkt hinter dem Heck quer über den Kanal fahren wollt (bleiben lassen). Beim Überholen besteht die Gefahr, dass Ihr entweder in Richtung Ufer (gut) oder in Richtung Bordwand / Schraube (schlecht) beschleunigt werdet. Hinter dem Schiff kann es einen Teppich von Verwirbelungen geben, die ggf. zu Kenterungen führen können. Daher bei Begegnungen mit Motorschiffen immer aufmerksam sein.

Übungen

  1. Kurshalten: Bei Begegnungen relativ einfach, beim Überholungen teilweise schwierig
  2. Geschwindigkeit: Versucht trotz Wellengang kontinuierlich zu Paddeln und Strecke zu mache
  3. Wellenreiten: Versucht bei Überholungen Euch auf der Welle zu halten
  4. Rennen: Falls das Motorboot nicht zu schnell ist (max. 12 km/h Höchstgechwindigkeit ist auf dem MLK erlaubt), versucht mitzuhalten

Wenn es kritisch wird, Übung sofort abbrechen und Richtung Ufer orientieren.
Ins Ufer krachen ist immer besser als gegen Schiff oder in die Schraube!

Alle Übung ohne Steuer oder Skeg!

Steuer und Skeg sind praktische Hilfsmittel, die das Paddeln einfacher machen,
ABER sie sind mechanisch und alles was mechanisch ist, kann auch mal verklemmen oder kaputtgehen.Daher sollte jede/r sein/ihr Boot auch ohne Steuer und Skeg in die Richtung bewegen können, in die er/sie will.

Obige Tipps stammen aus keine Fachbuch und sind auch nicht wissenschaftlich belegt.
Sie basieren allein auf meiner Erfahrung auf dem Mittellandkanal bei sehr unterschiedlichen Bedingungen.

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